Logo FDP Schortens-Sande

Kommunalwahlprogramm 2026 für Schortens und Sande

Ob am Ufer des Sander Sees, in der Schortenser Innenstadt oder in unseren Dörfern und Ortsteilen – wir wollen, dass Menschen hier ihre Zukunft selbst gestalten können. Mit diesem gemeinsamen Programm für die Stadt Schortens und die Gemeinde Sande setzen wir auf Eigenverantwortung, kurze Wege und pragmatische Lösungen statt auf neue Verbote und mehr Bürokratie. Beide Kommunen stehen vor denselben Herausforderungen: knappe Kassen, der demografische Wandel und die Frage, wie wir attraktiv für Familien, Fachkräfte und Unternehmen bleiben. Diesen Herausforderungen wollen wir Freie Demokraten mit konkreten, umsetzbaren Ideen begegnen.

1. Familienfreundliche Kommune und faire Chancen für Kinder

Flexible Kinderbetreuungszeiten und wohnortnahe Freizeit- und Bildungsangebote müssen mehr Unterstützung erfahren, damit junge Familien sich bei uns wohlfühlen. Damit Kinder von Anfang an gute Chancen haben, setzen wir uns zudem für ausreichende Sprachförderung und turnusmäßige Sprachtests in den Kitas ein, damit Lernrückstände frühzeitig erkannt werden.

2. Generationenübergreifende Patenschaften fördern

Ein starkes Gemeinwesen lebt vom Zusammenhalt zwischen Jung und Alt. Wir fördern Mehrgenerationenprojekte und generationsübergreifende Patenschaften, die Erfahrung und Tatkraft zusammenbringen und Einsamkeit im Alter vorbeugen.

3. Ehrenamt und Bürgerbeteiligung stärken

Vereine, Initiativen und freiwillig Engagierte prägen Sport, Kultur und Nachbarschaft vor Ort und sind das Rückgrat unseres kommunalen Lebens. Statt sie mit unnötigen Vorgaben zu belasten, wollen wir ihnen mit unbürokratischer Unterstützung und verlässlichen Förderstrukturen den Rücken stärken. Über digitale Beteiligungsformate wie eine Bürger-App wollen wir zudem mehr direkte Mitsprache und Transparenz bei politischen Entscheidungen ermöglichen.

4. Soziale Einrichtungen enger vernetzen

Familien, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Unterstützungsbedarf dürfen nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern. Wir setzen uns dafür ein, Kitas, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen, Vereine und ehrenamtliche Angebote enger miteinander zu vernetzen, damit Hilfe schnell und aus einer Hand ankommt. Eine zentrale Anlaufstelle oder digitale Lotsenfunktion kann helfen, Angebote sichtbar zu machen und Doppelstrukturen abzubauen.

5. Selbstbestimmt wohnen im Alter

Menschen sollen auch im Alter so lange wie möglich selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Wir setzen uns für barrierefreie Infrastruktur sowie quartiersnahe Unterstützungsangebote ein und wollen den Einsatz von Gemeindeschwestern prüfen, die als verlässliche Ansprechpartnerinnen vor Ort frühzeitig unterstützen und Einsamkeit im Alter lindern.

6. Tiny Houses als moderne Mehrgenerationen-Wohnform

Wir wollen geeignete Grundstücke für die Errichtung von Tiny Houses reservieren und zu Mehrgenerationen-Siedlungen entwickeln. Dieses Wohnkonzept verbindet barrierefreies, gemeinschaftliches und zugleich individuelles Leben und ermöglicht Menschen jeden Alters ein attraktives, bezahlbares Zuhause.

7. Wohnraum bedarfsgerecht für alle Lebenslagen schaffen

Wir setzen beim Wohnungsbau auf bedarfsgerechte Modelle statt auf Verbote. Von der Single-Wohnung über das Appartement bis zum Einfamilienhaus mit Garten muss weiterhin alles möglich sein, damit individuelle Lebensentwürfe erreichbar bleiben. Ein breites Wohnraumangebot in allen Segmenten ist zudem das beste Mittel gegen steigende Mieten und Kaufpreise.

8. Aktive Frei- und Erholungsräume für Mensch und Tier schaffen

Wasser- und Grünflächen bieten ein enormes Potenzial für Freizeit und Begegnung, das vielerorts noch nicht ausgeschöpft wird. Wir setzen uns für die Gestaltung von Aktivitätsparcours an geeigneten Frei- und Wasserflächen ein, die Bewegung und Naturerlebnis für Jung und Alt ermöglichen. Ausgewiesene Hundestrände beziehungsweise Hundefreilaufflächen schaffen zudem Raum für Hundehalterinnen und Hundehalter, ohne Konflikte mit anderen Erholungssuchenden. Als Zeichen für ein unbürokratisches Miteinander von Mensch und Tier setzen wir uns außerdem für die Abschaffung der Hundesteuer ein, die mehr Verwaltungsaufwand verursacht, als sie an Einnahmen erzielt.

9. Gesundheitsversorgung vor Ort sichern

Gerade im ländlichen Raum fehlen zu häufig Fachärztinnen und -ärzte sowie Apotheken in erreichbarer Nähe. Kommunale Stipendien für Studierende und aktive Ansiedlungshilfen für Medizinerinnen und Mediziner können helfen, das Angebot vor Ort zu verbessern. Zusätzlich fordern wir den Ausbau extern zugänglicher Defibrillator-Standorte für Ersthelfer und Laienreanimation.

10. Eine Verwaltung, die für dich da ist

Verwaltung soll Menschen dienen, nicht umgekehrt. Wir wollen Verwaltungsprozesse in Schortens und Sande einfacher, schneller und bürgerfreundlicher gestalten: digitale Terminvergabe, kürzere Bearbeitungszeiten und der Abbau von Doppelstrukturen gehören für uns zusammen. Wo es sinnvoll ist, sollen digitale Helfer den Weg durch den Behördendschungel erleichtern.

11. Mobilität und Klimaschutz pragmatisch gestalten

Wir setzen auf eine liberale Mobilitätspolitik, die nicht einseitig auf Verbote setzt, sondern moderne Verkehrskonzepte, Technologieoffenheit und sinnvolle Parkkonzepte ermöglicht. Beim Klimaschutz setzen wir auf kommunale Anreize für Energieeffizienz und freiwillige Initiativen für Nachhaltigkeit statt auf starre Vorschriften.

12. Freiheit und Sicherheit im öffentlichen Raum

Bürgerinnen und Bürger sollen sich im öffentlichen Raum frei und sicher bewegen können. Der Schutz dieser Freiheit ist eine Kernaufgabe, bei der sich die Kommunen auf die Durchsetzung bestehender Rechtsregeln konzentrieren sollten – überzogene Verbote oder Nutzungsbeschränkungen durch kommunale Satzungen lehnen wir ab.

13. Örtliche Unternehmen und lebendige Ortskerne stärken

Handwerk, Einzelhandel und Mittelstand sind das Rückgrat unserer lokalen Wirtschaft. Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden aus und prägen das Gesicht unserer Orts- und Stadtkerne. Wir setzen uns für den Abbau unnötiger Bürokratie, eine aktive Unterstützung bei Neugründungen und Erweiterungen sowie den Ausbau von kostenfreiem WLAN und Lademöglichkeiten in unseren Innenstädten und Ortskernen ein, um deren Attraktivität zu steigern.

14. Investieren mit Prioritäten und Verantwortung

Angesichts knapper kommunaler Haushalte können nicht alle Wünsche gleichzeitig erfüllt werden. Wir Freie Demokraten setzen uns dafür ein, Investitionen klar nach Priorität und Nachhaltigkeit auszurichten, statt Geld nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen. Aus jedem Euro öffentlichen Geldes muss der größtmögliche Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger entstehen – als Ausdruck von Generationengerechtigkeit.

Zukunft von hier – für Schortens und Sande.